Fit for fun :-)

Ich habe seit einigen Tagen so richtig gute Laune, obwohl es keinen sichtbaren äußeren Anlass gibt. Es muss ein Geheimnis dahinterstecken: Ich habe mein winterliches Couchpotatoe-Leben aufgegeben.

Mittwoch, 21. Januar 2009

Stammleser erinnern sich an Joggingversuche (aufgegeben wegen nicht-allein-im-Wald-rumlaufen-Wollen) und daran, dass ich vor den Sommerferien vier Fitness-Studio-Schnupperwochen gebucht hatte. Da bin ich auch eifrig hingegangen, mit dem Vorsatz, direkt nach dem Urlaub einen Vertrag abzuschließen, weil sich mein körperliches Gesamtbefinden von Besuch zu Besuch stetig verbessert hatte.

Es kam, was kommen musste: Ich kam krank aus dem Urlaub zurück, hatte daraufhin wochenlang Probleme mit meinem Asthma, und als es mir besser ging saß ich wochenlang regungslos 17 Stunden am Tag vor dem Rechner, weil “Unschuldsengel” fertig geschrieben werden musste. Dass ich dabei mehrere Kilos zugenommen habe, muss ich wohl nicht extra betonen. Ich passe in nix mehr rein, hatte wieder extreme Rückenschmerzen und meine Laune ging stetig in den Keller.

In der Firma meines Liebsten sollte ein Fitnessstudio für Mitarbeiter (und Angehörige?) eingerichtet werden. Das wäre optimal, also bat ich ihn, doch mal nachzufragen.
Ich habe sehr gelacht: Sie seien in der Konzeptionsphase. Dann kann ich ja in fünf bis sieben Jahren nochmal nachfragen.

Mein fitnessbegeisterter Sohn bemüht sich seit geraumer Zeit, mich zu McFit mitzunehmen. Aber erstens hat mich das von der Optik und den schlechten Duschmöglichkeiten nicht überzeugt, und außerdem hängen da ja nur Jugendliche rum (wegen des zugegeben günstigen Tarifs von 16,90 im Monat). Er widerspricht vehement, das wäre gar nicht so, und neulich wäre ein Kumpel auch mit seinen Eltern zusammen da gewesen.
Hö? Schämt man sich mit 19 gar nicht mehr für seine alten Herrschaften? Freut mich zu hören!
Ich finde das ja rührend, vieleicht komme ich drauf zurück, wenn ich wieder ein bisschen mehr Kondition habe und mich nicht mehr bis auf die Knochen blamiere ;-)

Das Studio in dem ich anfing, war sehr schön, ich überlege noch, weil es halt nicht ganz preiswert ist und mich die Fitnessaktion jedesmal insg. 3 Stunden kostet.

Eine halbe Stunde Bewegung am Tag ist besser als gar nichts

Da habe ich doch einfach mein gutes altes Trippeln wieder ausgegraben. Gerade stellte ich fest, dass dieses Blogposting sehr ähnlich anfing, wie das jetzige. Woran das wohl liegt? *g*

Jedenfalls tripple ich seit einigen Tagen wieder, mache auch die Bodenübungen dazu und steige hinterher noch 5 Minuten auf den Stepper. Ich habe seitdem meine gute Laune wiedergefunden und zwei Kilo verloren, weil ich nämlich auch meine Essgewohnheiten wieder umgestellt habe. Der Rücken tut auch nicht mehr weh.

Nachtrag: Tipp von SGMaus via Twitter: “Trippeln auf dem Mini-Trampolin ist effektiver und macht mehr Spaß.”

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Schauen wir mal, wie lange es klappt. Ich hab dazu auch etwas Interessantes in einem englischsprachigen Forum entdeckt. Man sollte sich nicht immer wieder fragen, wie man sich zu regelmäßigem Training motivieren kann. Man sollte es statt dessen zu einer Angewohnheit machen.
Also so, wie ich mir jeden Tag meine Kanne Tee koche, muss ich jeden Tag wenigsten zwanzig Minuten Sport machen, ob ich jetzt Lust dazu habe, motiviert bin, oder nicht.
Schön, wenn es so einfach wäre, aber Hirnforscher haben ja schon lange herausgefunden, dass wir mit regelmäßigen Tätigkeiten “Trampelpfade” im Gehirn anlegen. Weil wir faul sind, benutzen wir diese Trampelpfade, anstatt und unbequeme neue Wege zu suchen. Auf-der-Couch-Sitzen ist ein sehr breiter Weg im Hirn, eigentlich eine vierspurige Autobahn, wenn ich es recht überlege. Also muss ich einen andern Weg schaffen, für mein faules Hirn.
Ein Gewohnheits-Trampelpfad ist nach rd. 3 Monaten so gut “eingelatscht”, dass die Gefahr, vom Weg wieder abzuweichen, viel geringer ist; folglich ist das erste Vierteljahr eben auch das härteste.

Nachtrag: Tipp von Fitness-Oli via Twitter: “Die Trampelpfade legen sich noch leichter an, wenn’s immer zur gleichen Zeit passiert.”

In diesem Sinne, lasst uns ein halbes Stündchen Fitness pro Tag angewöhnen. Kostengünstig und zeitsparend im eigenen Wohnzimmer oder - wer so etwas hat - im Fitnessraum im Keller, wo die Geräte langsam einstauben. Man kann ja dabei ntv schauen, oder - wie ich - Musik hören. Nur TUN muss man es eben.

Wer macht mit?


P.S: Die Trampelpfade helfen übrigens auch beim Schreiben, bzw. gegen Schreibblockaden. Schreiben zu einer Angewohnheit machen, ist schon das halbe Buch ;-)

Und ich war soooo sicher …

Montag, 30. Juni 2008

Der EM-Pokal zum Greifen nah...

Nach der WM-Schmach MUSSTE die Deutsche Mannschaft doch einfach gewinnen. Vom ersten Spiel an, war (mir) das klar. So war ich auch gar nicht weiter beunruhigt, als die Spanier das Einsnull schossen. Immerhin hatten die Deutschen ja in den ersten fünf Minuten gut auf das Tor der Spanier gespielt. Bis zehn Minuten vor dem Schlusspfiff konnte ich mir noch einreden, "Wir schaukeln das Ding noch nach Hause!".

Tja.

Der Satz mit X.

Aber danke Jungs, trotzdem, für ein paar Wochen Fußballfieber und gute Laune. Nacher gehen wir euch noch Tschüss sagen.

Und was guck ich jetzt demnächst im Fernsehen?

Jawoll! Germany is back! Deutschland - Portugal 3:2

Freitag, 20. Juni 2008

Hab ich es nicht gesagt? Hab ich es nicht gesaaagt? Die Deutsche Mannschaft ist bisher immer noch genau dann aufgewacht, wenn es nötig war. Ich wusste, dass die Jungs gewinnen, wenn ich auch von 2:0 ausgegangen bin. Das hat mich den 1. Platz bei kicktipp.de gekostet - so what?
Dafür gab es ein superspannendes Spiel, bei dem so viel gequiekt und nervös auf den Fingerknöcheln gekaut wurde, wie lange nicht mehr. Wir haben das Spiel bei einem Kumpel geschaut, bei dem wir auch das WM-Endspiel sahen. Sein Wohnzimmer war gut gefüllt und am Ende lagen sich alle Anwesenden in den Armen, bekannt oder nicht.

Ich bin jedenfalls sehr zufrieden, dass "unsere Jungs" sich meinen gestrigen Apell so zu Herzen genommen haben. *g* Aber, ihr Schlingel, so spannend hättet ihr es nicht noch zu machen brauchen. Mir ist ja fast die Luft weggeblieben am Schluss. Nicht mal Schweini konnte sich das mehr anschauen, und auch Jogi hat gelitten. Der arme Kerl hatte ja schon eine milde Form des Hospitalismus entwickelt in seinem Glaskäfig. Die spinnen, die Fifa-Heinis, echt, das mus ich leider nochmal betonen. V.a. da er erst eine Stunde nachAbpfiff zum Freuen in die Kabine durfte *tocktocktock*

Nach dem Fußballfest wurde mit einer selbstgebauten Kartoffelkanone geböllert (also, falls jemand ne Kartoffel im Garten liegen hat, die er nicht selbst seinem Alten hinterhergeschmissen hat - die ist von uns *g*) und dann haben wir uns zum Autokorso aufgemacht, aka Im-Stau-Stehen_aufm_Kudamm. Aber Pustekuchen! Die grün-weißen Spaßbremsen haben den interessanten Teil des Kudamms einfach gesperrt. Wir kamen von der Stadtautobahn und wurden über die Lietzenburger Str. geleitet. Falls die polizeiliche Maßnahme bewirken sollte, dass lieber die Leute in der Lietzenburger Straße nicht schlafen können sollten, als die paar Kudamm-Anwohner, dann hat sie voll gegriffen, die Maßnahme. Da war eine Stimmung, Gehupe, Menschen auf Autos, in Kofferräumen, in autos natürlich auch (zumiindest die Fahrer). Ich hab es auch gefilmt, aber noch keine Zeit gehabt, es zu sichten und zu veröffentlichen. War jedenfalls ne geile Paaady und es war sicher nicht die letzte für die Schwarz-Rot-Goldenen bei dieser EM.

Fiiiiinaaale!

Und danch dann nicht mehr so viel Fußball, versprochen.
Obwohl - ich habe mir überlegt, Fan von irgendeiner Bundesliga-Mannschaft zu werden, denn Fußball macht nur Spaß, wenn man mitfiebern kann. Gestern im Auto habe ich meiner Familie gesagt, ich könnte ja der Einfachheit halber Bayern-Fan werden (kein halber Bayern Fan *g*, es wäre nur einfacher, weil ich mich da ich mich öfter freuen könnte als die anderen), aber mein Liebster fragte, ob es mir die Scheidung wert wäre. Öh.
Ich hatte ja sowieso nur Spaß gemacht.

Aber mal im Ernst: Könnt ihr mir ne Manschaft empfehlen, bei der ich Fan sein kann? Gute Argumente bitte! Ich bin gespannt!

P.S: NICHT VERZWEIFELN, ich muss eure KOMMENTARE immer erst FREISCHALTEN. Kann ein Weilchen dauern, aber auch dieses Problem wird irgendwann behoben werden.

Daumen drücken!

Donnerstag, 19. Juni 2008

Kind 2 lackiert sich gerade die Nägel mit schwarz-rot-goldenen Streifen.

Denkt ihr daran, -> was ich neulich gesagt hatte? Ich weiß, kein Mensch glaubt noch, dass Deutschland nach der haarsträubenden Leistung in den letzten Spielen wirklich Europameister wird. Aber aus Erfahrung weiß ich, dass die Hoffnung zuletzt stirbt. Und wenn "unsere Jungs" endlich aufhören den Rasen zu bewachen (Raumdeckung nennt man das ja wohl), und statt dessen den Portugiesen auf den Füßen stehen, damit Poldi, Klose, Ballack & Co nicht immerzu die Ankunft des Balles verpassen, dann werden sie heute gewinnen.

Mein Appell an die deutsche Mannschaft:
Bitte, bitte, Jungs, 90 Minuten lang die Power, die Michael Ballack bei seinem letzten Tor hatte. Die Kamera hatte so wunderbar eingefangen, wie er auf den Ball zurannte: Ein Gesichtsausdruck wie ein Werwolf mitten bei der Verwandlung. In der Stimmung hätte er selbst den Torwart mitsamt Ball hinten durchs Netz schießen können, da bin ich sicher. So möchte ich euch dann bitte alle sehen:
Wut im Bauch, weil Jogi Löw auf der Tribüne sitzen muss, Wut im Bauch, weil weltweit vermutlich immer noch mehr Mädelz auf Heulsusen-Ronaldo als auf Ballack stehen, Wut im Bauch, weil die WM-Niederlage immer noch nicht verdaut ist…
Anlässe gibt es noch viele - also sammelt diese Wut-Power und setzt sie in wunderbar treffende Torschüsse um, nicht gegen die Schienbeine der Portugiesen. Wut ist ein prima Motivator.
Nur eines dürft ihr nicht haben, Jungs: Angst vor den Portugiesen und vor dem Ball. Schlafwagenfußball war gestern - jetzt geht es um die Wurscht!

Wie war das doch gleich? "Da brennt der Baum!" Also, ich will ihn bis Berlin brennen sehen!

P.S: Wenn ich noch einen Wunsch äußern darf: Bitte kein Elfmeterschießen, das machen meine Nerven nicht mit ;-)

Fitness-Selbstversuch

Mittwoch, 18. Juni 2008

Regelmäßige Leser dieser Blogs wissen, dass ich immer mal wieder den Versuch unternehme Sport zu treiben. Ich hatte sechs Jahre lang Bauchtanz gemacht - bis mir die Musik so derartig auf den Zünder ging, dass ich mich kaum noch überwinden konnte hinzugehen. Streetdance habe ich geliebt, musste aber aufhören, weil es wg. Krankheit der Trainerin den Kurs nicht mehr gab. Bislang fehlte mir der Mumm, mich nach einem anderen Kurs umzusehen, aus einem einfachen Grund: Ich war damals 39 und die nächstjüngere Kursteilnehmerin war 15… Die Mädelz damals haben "die Oma" (die Wände zwischen den Umkleidekabinen waren dünn) nach einiger Zeit akzeptiert, aber ich wollte das Ganze nicht nochmal von vorne durchexezieren. Dabei liebe ich Tanz und v.a. eben die Streetdance-Musik. Naja.

Ich versuche auch immer mal wieder zu joggen. Im letzten Jahr war ich ganz gut dabei, aber dann überfiel mich das Rotkäppchensyndrom: So ganz allein im Wald, in einem Tempo, bei dem mich gemächlich vorbeischlendernde Nordic Walker überholten… Ich könnte nicht mehr wegrennen, wenn mir der böse Wolf begegnete ;-)

Lange habe ich mein "Trippel"-Programm durchgehalten: Auf der Stelle zu Musik laufen; dabei Hanteln schwingen, am Schluss Gymnastik, wie ich sie vom Bauchtanz-Aufwärmtraining kannte, und die ich mittlerweile als Elemente von Pilates identifiziert habe. An der Stelle, wo ich immer trippelte, ist inzwischen das Laminat gebrochen… Das war aber nicht der Grund, weshalb ich aufhörte, sondern der olle Schweinehund mal wieder. Er hat auch stichhaltige Argumente: In der Zeit, in der ich da rumhample, könnte ich schon wieder am Rechner sitzen und Geld verdienen.

Aber die Waage (bzw. meine Klamotten) sagen mir wieder: Mädel, du musst was tun. Der Arzt spricht ähnliches, nur redet er mich anders an. Mein Drehschwindel, der mich seit 1.1.08 mal mehr, mal weniger stark begleitet, kommt vermutlich von der HWS, und der Arzt hielt das Fitness-Studio für eine prima Therapie.

Ich würde ja gerne irgendwo weit in der Stadt Fitness-Clubben. Einfach, weil ich das schick finde. Gern auch ein Studio, in dem nicht nur Frauen herumschleichen. Aber die innerstädtische Location hat mehrere entscheidende Nachteile:
1. Es kostet noch mehr Zeit als Trippeln im heimischen Wohnzimmer und Sporteln im nahegelegenen Fitnessclub zusammen.
2. Vermutlich kostet es auch mehr Geld.
3. Das Auto hat keine Plakette bekommen, also darf ich damit gar nicht in die Stadt.
4. Wenn ich dürfte, fände ich keinen Parkplatz (Auto ist 4,65m lang)
5. In den Öffentlichen Psychopathen-NahVerkehr setze ich mich nur unter Androhung von sieben Wochen Milchreis-Essen-Müssen.

Da traf es sich gut, dass ich kürzlich eine Freundin traf. Hübsches Wortspiel, herrjeh. Sechs Kinder, Körper wie ein Model. Das kommt natürlich auch nicht vom Rumliegen, und sie nannte mir das Fitness-Studio ihrer Wahl, das praktischerweise in der Himmelsrichtung des Schulkutschierweges liegt. Und nachdem ich bei Twitter nun schon andauernd angekündigt hatte, dass ich dort mal Probetraining machen wolle, habe ich es endlich heute auch getan.

Nach journalistischen Grundsätzen war dieser Teaser jetzt ein wenig lang *g*, aber egal, wer bis hierher durchgehalten hat bekommt von mir einen Gummipunkt, der nicht zählt.

Ich wurde sehr nett begrüßt, und nachdem man mir telefonisch keinen Termin hatte geben wollen, erfuhr ich, dass "der Kurs" um zehn beginnt. Es war neun, spät genug für mich, aber ok, ich durfte vorher "Cardio" machen. In dem Fall setzte mich eine freundliche Mitarbeiterin erstmal aufs Fahrrad (keine Ahnung, wie die heute heißen; ich kenne die einfachen als Ergometer, aber vielleicht ist das ja ein Cardio-Bike oder ein Biciclette du cœur), erkundigte sich nach meinem Alter und sagte, ich solle dann mal im Herzfrequenzbereich bis 120 bleiben. Gesagt, getan. Ich strampelte also zwanzig Minuten vor mich hin, immer schön unter 120, hups, bis 126. Ich blickte hin und wieder nach unten und fand mich schon sehr schlank. Das ging ja schnell. Vermutlich lag es aber nur daran, dass mein Bauch in dieser Haltung einfach nach innen geklappt war. Und ich trug schwarz von oben bis unten, und schwarz macht ja bekanntlich schlank ;-)

Dann der Kurs, den ich freiwillig nicht besucht hätte, weil man ihn mir als "Langhanteltraining" angekündigt hatte, obwohl im Programm "Good Morning Mix" stand, was ich aber erst am Schluss erfuhr. Denn Hanteln wurden tatsächlich benutzt. Klitzekleine und eben diese langen Dinger, auf die ich die winzigsten Hantelscheibchen tat, die ich finden konnte. DIe Kursleiterin ließ mich an Gladiatoren denken, und als die Technoversion von "Eye of the Tiger" gespielt wurde, fand ich das auch sehr passend. Erste Eindrücke eben, nicht repräsentativ und ohne Rückschlüsse auf den wirklichen Charakter. Sie ist nämlich offenbar sehr nett.

Der Kurs dauerte eine Stunde. Elemente von Step-Aerobic, mit und ohne Hanteln, Pilates-Zeug, Bodenübungen, Langhanteltraining, alles war dabei und die Übungen waren sehr abwechslungsreich. Immer kurz bevor ich dachte, ich würde dann doch mal zusammenbrechen, wechselte sie zu etwas anderem, sodass ich die Stunde ohne Bewusstlosigkeit überstand. Einzig mein Drehschwindel freute sich einen Keks, v.a. als wir uns auf den Rückenlegen mussten (wie neulich im Zahnarztstuhl, da fuhr mein Hirn auch Karussell) und am Schluss, als wir wieder aufstanden. Unterm Strich hat mir das Training sehr gut gefallen. Genau das Richtige für mich.

Und nun werde ich abwarten, ob ich mich morgen noch bewegen kann. Vorhin dachte ich, ich würde weder jemals wieder die Treppe hochkommen noch eine Kaffeetasse anheben können, aber es ging doch. Am Freitag darf ich nochmal schnuppern gehen, und dann schaun mer mal. Hat mich ja doch insgesmat drei Stunden gekostet. Aber schee war's :-)

P.S: Kommt auch nicht so oft vor, das sichzwei wildfremde Frauen unter der Dusche über Fußball unterhalten ;-)
DER TAG DANACH:

Aua.

EM- Auftaktspiele

Samstag, 07. Juni 2008

Ich geb es zu, ich fahre schon seit über einer Woche mit Fähnchen am Auto herum, und je näher die EM rückte, umso mehr Gleichgesinnte begegneten mir. Bei mir ist es ganz klar die Sehnsucht nach der tollen Stimmung der FIFA-WM 2006. Natürlich ist mir klar, das sich so etwas nicht wiederholen lässt, aber man kann es ja immerhin versuchen. Das Wetter ist ja schonmal genauso gut. Jaaa, klar, Menschen in der westlichen Hälfte Deutschlands werden sich jetzt fragen, was ich eigentlich meine, nachdem dort viele von Hagel und Regen gebeutelt wurden. Dazu kann ich nur sagen, ich rede von dem Superwetter, das seit rd. 10 Tagen auf die Hauptstadtregion niederbrutzelt und die Vegetation stresst ;-)

Das Eröffnungsspiel Schweiz gegen Tschechien haben die drei Kleinen und ich uns im Zollpackhof angesehen. Beim Bundespressestrand war uns nicht ganz klar, ob wieder Public Viewing stattfindet (Es findet statt, wie ich auf dem RÜckweg sehen konnte, und zwar wieder auf einer riesigen Videowand) und Kulturbrauerei fiel aus, weil Kind 2 gerne sitzen wollte, und ich mir nicht sicher war, ob das dort möglich wäre. Also machten wir uns auf zur Location, an der wir die bittere Niederlage gegen Italien verfolgt hatten. Aber es war keine Gefahr: Die Stelle, wo dies passierte, war heute einfach nur Parkplatz. Das Public Viewing fand in kleinem Rahmen im Biergarten statt, wo man rund um die große Kastanie LCD-Fernseher aufgehängt hatte. Obwohl wir nur eine Viertelstunde vor Anpfiff kamen, saßen wir direkt davor. Es war insgesamt verdammt leer und wir waren die einzigen, die überhaupt nach Fußball aussahen.
Bei der Textinen-Kicktipp-Runde hatte ich 1:2 getippt, da ich Tschechien für stärker hielt, war aber eigentlich für die Schweiz. Erstmal, weil ich der Schweiz gönne bei der EM im eigenen Land möglichst weit zu kommen, und zweitens, weil ich zwei sehr nette Schweizer kenne und denen auch die Daumen gedrückt halte. Hauptsache Deutschland wird Europameister ;-)

Tja, hat ja dann leider nicht geklappt mit dem Schweizer Sieg, obwohl sie in weiten Teilen des Spiels klar die bessere Mannschaft waren. Erst musste der Kapitän Alexander Frei kurz vor der Pause mit einem Bänderriss das Spiel verlassen. Dabei sah es gar nicht so übel aus; auch in der Zeitlupe nicht. Aber die EM ist wohl eindeutig für den armen Kerl beendet. Und das, wo er 2004 schon wegen grober Unsportlichkeit von der EM ausgeschlossen wurde, wie ich gerade bei 'Genial daneben' gelernt habe: Er hatte einen Gegenspieler angespuckt und spendet seither jedes Jahr 700 Euro für ein Lama an den Zoo…
Tja, und dann schoss Tschechien auch noch ein Tor. Und dabei blieb es dann leider auch.

Endstand: Schweiz - Tschechien 0:1

Während des Spiels hat uns ein Team von N24 beim Fußballgucken gefilmt. Muss ich mal morgen zwischen 11 und 12 schauen.

Das zweite Spiel haben wir zu Hasue geschaut. Auf dem Rückweg begegneten und viele türkische Fans, und man konnte auf an der Autobeflaggung sehen, wo man sich befand. Türkische Flaggen im Wedding bis zur Scharnweberstr. Schön, dass alle mitmachen :-)

Auch hier widersprach miein Kicktipp-Tipp nicht meinem Wunsch, denn ich hätte den Türken den Sieg gegönnt, habe aber anhand der Ergebnisse der vorangegangenen Spiele vermutet, dass wohl Portugal gewinnen würde. Mein Tipp war 2:1 für Portugal, der wirkliche Endstand lautete aber wie folgt:

Portugal - Türkei 2:0

Latte und Pfosten wurden arg strapaziert in diesem Spiel. Apropos Strapazen: Mir fiel auf, dass sich doch viele Spieler verletzt haben. Nicht so schlimm wie Alex Frei, aber auch Portugals Nani humpelte in der 89. Minute vom Platz.

Das zweite Spiel des Tages war deutlich dynamischer als das erste; trotzdem hatte ich Mühe zu folgen weil unser Fernseher zwar nicht klein, aber auch nicht so angenehm groß wie der im Zollpackhof ist.

So, und jetzt geh ich rüber zu Soccergirlz.de um zu schauen, ob die wieder ein paar leckere Fußballerschnappschüsse gefunden haben ;-)


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