Themenspecial für angehende Autoren: Wie schreibe ich ein Buch?

Wie schreibe ich ein Buch? Die einzelnen Beiträge zu Figurenentwicklung, Handlungsentwurf, etc. habe ich auf dieser Seite aufgelistet.

Dienstag, 08. März 2016

Themenspecial: Wie schreibe ich ein Buch?

Ich werde häufig gefragt: “Wie werde ich Autor?” In meiner Reihe beschreibe ich, was ihr alles braucht, um ein Buch zu schreiben. Dabei geeht es einerseits um Grundsätzliches, andererseits um Handwerkliches, wen es darum geht, Figuren zu entwickeln, eine Handlung zu planen, ein Setting anzulegen, etc. Ich ergänze das Special nach und nach, daher empfiehlt es sich, bei Interesse auf der o.g. Seite nach den Ergänzungen zu schauen.
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Papyrus für Autoren im Praxistest

Nach längerer Zeit war ich wieder einmal auf der Website meines geschätzten Kollegen Andreas Eschbach. Ich stieß dort auf seinen Bericht über das Textverarbeitungsprogramm "Papyrus", das offenbar zu seinem Standardwerkzeug gehört. Er war maßgeblich an der Entwicklung einer Version "Papyrus für Autoren" beteiligt, die voraussichtlich im Oktober 2008 auf den Markt kommt.

Montag, 29. September 2008

Grafik

28. September 2008
Gestern hat man mir bei Twitter die Frage gestellt, ob ich meine Bücher eigentlich mit Word schreiben würde, oder eine spezielle Software dazu nutze.
Meine Antwort: Ja, auch mit Word. Kommt ja schließlich auf den Inhalt an ;-)

Der Vollständigkeit halber habe ich jedoch Programme wie ywriter (dazu hatte ich mehrere Blogeinträge verfasst [VERLINKEN!]), Write Pro Fiction und Storylines genannt, die ich auch schon ausprobiert und z.T. genutzt hatte.

Da wusste ich noch nicht, dass ich heut diesen und diesen Beitrag bei Andreas Eschbach lesen würde, der mich so neugierig gemacht hat, dass ich das Demo-Programm samt Duden-Korrektor sofort heruntergeladen und mein aktuelles Manuskript eingefügt habe.

Kleine Zwischen-Info: Ich nutze Windows Vista. Papyrus läuft unter Win und Mac.

Den Duden-Korrektor habe ich nicht sofort in das Papyrus-Verzeichnis geladen (wer lesen kann, ist klar im Vorteil *g*), daher kann ich ihn auch nicht nutzen. Weiß der Geier, was das jetzt ist. Ich ignoriere das Problem erst einmal und beschäftige mich später damit.

Ich begann im Handbuch zu lesen, das laut Anwender-Meinung sehr gut ist, aber mir fehlt mal wieder die Zeit, also mache ich Learning by Burning, äh Doing.

Was mir sofort positiv auffiel:

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Schreibratgeber für Autoren (1)

Von der Kunst des Schreibens. Julia Cameron.

Mittwoch, 29. September 2004

Mitunter fällt der Groschen pfennigweise.
Bei Dorothea Brande (Schriftsteller werden) hatte ich es noch als viel zu anstrengend empfunden, täglich seitenweise in ein Heft zu schreiben - möglichst bevor man am Morgen mit jemandem gesprochen hatte. Bei Natalie Goldberg (Schreiben in Cafés) begann ich langsam zu begreifen, was dieses “Halten Sie Ihre Hand in Bewegung!” bedeuten mochte.

Aber erst als ich Von der Kunst des Schreibens las, erschloss sich mir der wahre Sinn, der hinter dem Schreiben der Morgenseiten liegt: Man schaltet dabei den verflixten “inneren Zensor” aus, der ständig verkündet, ein Text sei schlecht formuliert, man selbst sei ein lausiger Schriftsteller - vielleicht sogar überhaupt kein Schriftsteller! Diese Zweifel wird jeder kennen, der je versucht hat vollkommene Sätze zu Papier zu bringen.

Julia Cameron schreibt seit dreißig Jahren jeden Morgen drei Seiten in ihre Kladde, und sie gestattet es sich nach Herzenslust, richtig “schlecht” zu schreiben. Im Original heißt das Buch viel treffender:
“The right to write” - Das Recht zu schreiben.

Sie geht davon aus, dass jeder Mensch schreiben kann und darf und dass man sich nicht selbst beschränken und behindern dürfe, dadurch, dass ein innerer Zensor jeden Text mies macht. Sie schildert eindrucksvoll, wie sie mit ihren Manuskripten zunächst einfach nur eine Spur legt, der sie beim Überarbeiten folgt und die sie ausarbeitet.

Zu jedem Kapitel gibt es eine Schreibübung, eine zündende Idee, die sie “Initiation” nennt und die man für das Schreibtraining nutzen kann, wenn man einen Anstoß braucht.

Am eindrucksvollsten war für mich das Kapitel über die so genannte “Führung”, bei der man schreibt, ohne nachzudenken. Ich habe es selbst versucht und war über die Wirkung erschrocken: Ich hatte meiner Hand nie zuvor erlaubt, etwas zu schreiben, von dem ich nicht einmal wusste, dass ich es überhaupt gedacht hatte.

Ich kann das Buch allen Menschen empfehlen, die Lust am Schreiben haben. Hier findet jeder eine Antwort - ob man sich mit dem Aufschreiben der Gedanken nur selbst etwas klar machen möchte oder ob das Ziel heißt: Ich will einmal vom Schreiben leben können.

© Petra A. Bauer, 2004, für den Autoren-Newsletter “The Tempest”

Von der Kunst des Schreibens
Julia Cameron
Droemer / Knaur, 2003